mercredi 26 janvier 2005
les examens sont finis
Holla die Waldfee, das wurde auch Zeit. Konnte schon keine Bücher mehr sehen. Hab gerade vor einer Stunde meine letzte Klausur hier abgegeben (ist so ziemlich das einzige “letzte Mal”, bei dem ich nicht wehmütig bin) und werde mich nachher auf meinen Fußballabend vorbereiten. Werde bestimmt wie ein Michelinmännchen aussehen, denn es herrscht hier Dauerfrost und erfrieren will man ja nicht. Freu mich schon. Immerhin sehe ich Monacco.
Aber noch mehr freue ich mich auf meinen Schatz, mit dem ich dann die beiden letzten Tage genießen werde. Ich glaube, so fällt der Abschied auch etwas weniger schwer.
naja, die letzen Ereignisse (mein Essen mit Tim und John z. B. )werde ich wohl aus Berlin nachtragen müssen, aber das sieht man mir bestimmt nach.
mardi 18 janvier 2005
les examens
Ihr solltet es schon bemerkt haben, dass ich anscheinend momentan nicht all zu viel Zeit habe, denn meine Einträge sind offensichtlich kürzer und rarer geworden. Aber was soll ich machen? Bin ja auch zum Studieren hier. Dementsprechend verkrieche ich mich hinter meinen Büchern, versuche dir Mitschriften meiner lieben französischen Mitstudenten zu entziffern (Danke!!!) und dann auch noch all das zu behalten.
Meine erste Soziologieklausur habe ich dann auch heute hinter mich gebracht. Das interessante und besonders unbeliebte Verfahren “tirage au sorte” (es können zwei Fächer abgefragt werden, aber nur eins wird ausgelost - lernen muss man aber trotzdem für beide) ließ mich dann heute über Simmel schreiben. Ich verfalle jetzt nicht in Euphorie, denn ich kann das Notensystem hier noch gar nicht einschätzen, aber zumindestens bestanden sollte ich haben. Und das war ja auch mein Minimalziel. Mal schaun....
Ansonsten hatte ich am Wochenende noch ganz lieben Besuch von Gregors Eltern. Aber auch wenn das Wetter nicht ganz mitgespielt hat, hatten wir doch nen schönen Nachmittag. Danke nochmal an euch beide.
Im Laufe des Nachmittages fanden wir uns auch in einer Galerie ein, wobei mir auffiel, dass ich doch mittlerweile recht gut Französisch verstehe. Ich weiß, das möchte auch sein, denn das war ja das Ziel, aber gefreut hat es mich trotzdem. Die Galeriebesitzerin sprach nämlich auch nur ein begrenztes Deutsch, so dass ich teilweise “Simultanübersetzterin” spielen konnte. Die Galerie an sich war aber auch schon ein Highlight, auch wenn ich zugebe, dass ich kaum Ahnung von Kunst habe. Es handelte sich vor allem um Bilder, die aus einer übermalten Photographie entstanden sind, so das letztere immer noch durchschimmerte.
mardi 11 janvier 2005
le concert de question d'humeur
Wie schon in einem früheren Eintrag berichtet, hab ich diese Band voll und ganz in mein Herz geschlossen. Und am Samstagabend war es dann wieder soweit, sie spielten im Brasseur. Aus Angst vor Platzmangel haben wir auch geich Plätze reserviert gehabt, so dass uns nichts an dem Genuss hindern konnte.
Im Gegensatz zum anderen Konzert haben sie diesmal nicht nur ihre Songs gespielt, sondern auch ein paar Hits aus der Vergangenheit, wobei sie auch hier wieder ganz meinen Geschmack getroffen haben (Four Non Blondes, Cat Stevens, Oasis, Beatles ...). Die Stunden flogen nur so dahin und als sie fertig waren, dann schloss auch schon der Brasseur.
Ihr merkt, ich bin immer noch so begeistert wie bei ersten Mal und hoffe, dass ich diese Band doch irgendwann noch einmal sehen werde. Eins steht fest, ihre Entwicklung werde ich bestimmt verfolgen.
vendredi 07 janvier 2005
la vie culturelle IV
Auch wenn ich gerade noch von der Lernerei geschrieben habe, sol das natürlich nicht heißen, dass ich nur noch vor den Büchern hocke.
Gestern zum Beispiel fand in meiner “Lieblingskirche” (die sieht einfach toll aus und ist nicht ganz so protzig wie die Kathedrale) ein Konzert zum 06.01. (Tag der heiligen drei Könige) statt. Da mir ja nun eine Digitalkamera zur Verfügung steht werde ich dann auch irgendwann passende Bilder nachreichen können.
Zum einen hörten wir die Ouverture Leonore III von Beethoven, eine Fassung der Ouvertures für die Oper Fidelio. Den Hauptteil des Konzerts bildete aber das Stück Stabat Mater (Christi Mutter) von Gioaccino Rossini, ein Schüler Beethovens. Letzteres war wenn auch sehr eindrucksvoll, etwas schwerer zu verdauen als die reine Konzertmusik Beethovens.
bien arrivé
Zuerst einmal wünsche ich euch allen ein frohes und gesundes neues Jahr.
Ja, ich bin wieder gut angekommen und das im zweifachen Sinne: zum einen im neuen Jahr (vielen Dank nochmal Kathi und Olli für den schönen Abend) und zum anderen auch wieder in Strasbourg. Hab sogar etwas die Sprache vermisst, wobei ich die Zeit daheim wirklich genossen habe und mich gefreut habe, ein paar von euch wieder zu sehen. Leider war die Zeit nicht lang genug, um alle, die ich gern gesehen hätte, zu besuchen, also sorry, aber ich bin ja eh bald wieder da.
Kaum angekommen, hat einen hier auch gleich der Alltag wieder voll erwischt. Uni, Uni und nochmals Uni. Die erste klausur hab ich schon hinter mir, aber drei weitere und nen Vortrag folgen noch. Also wie ihr seht, nichts mit Highlife und Erasmus-party-leben. Aber die Themen sind glücklicherweise so interessant, dass man die Vorbereitung nicht (nur) als Bürde betrachtet. Aber ich muss trotzdem eingestehen, dass ich doch schon ganz schön bammel habe, ob ich das alles hinkriege.